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AIKA: Onboardingsassistent

Philipps-Universität Marburg

Ali Kholmovaia, Anastasiia Derzhanskaia, Tim Ushakov
#wettbewerb #2025
Philipps-Universität Marburg

Laut dem jüngsten Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung* sei die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im Zeitraum Januar 2024 bis Januar 2025 ohne ausländische Arbeitskräfte um etwa 250.000 gesunken. Das macht deutlich: Internationale Mitarbeitende sind eine große Chance für den deutschen Arbeitsmarkt und gewinnen mit dem demographischen Wandel weiter an Bedeutung. 

Die internationalen Fachkräfte stehen aber bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt vor vielen Herausforderungen: Sie müssen sich durch eine komplexe Bürokratie bewegen – etwa Formulare ausfüllen, Lohnabrechnungen verstehen oder mit Behörden kommunizieren – oft ohne ausreichende Sprachkenntnisse. Gleichzeitig fehlt es häufig an Wissen über arbeitsrechtliche und aufenthaltsrechtliche Regelungen, z.B. zu Urlaubsansprüchen, Kündigungsschutz oder zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis. 

Unsere Anwendung kann diese Herausforderungen gezielt adressieren, indem sie internationale Arbeitskräfte durch alle Phasen des Einstiegsprozesses begleitet: vom „Offer“ über die Einstellung bis zum Onboarding.  

AIKA besteht aus zwei Teilen: 
    •    einem Assistenten, der allgemeine Fragen zur Bürokratie beantwortet, wie z.B.: wie fülle ich dieses Formular aus? Was bedeutet dieser Vertragspunkt?  
    •    Und einem Onboardingsassistenten, der auf die Strukturen, Fachbegriffe und Arbeitsprozesse des jeweiligen Unternehmens abgestimmt ist. 
 
Arbeitnehmer:innen erhalten durch einen mehrsprachigen Chatbot praxisnahe Unterstützung. Das bedeutet für sie mehr Sicherheit, mehr Eigenständigkeit und mehr Klarheit im Alltag, während Unternehmen von einer schnelleren Einarbeitung profitieren.  
Wir machen Integration im Arbeitsalltag verständlicher, zugänglicher – und menschlicher. Denn gute Arbeit beginnt mit gutem Ankommen. 

*Herbert Brücker, Andreas Hauptmann, and Sekou Keita. 2025. Zuwanderungsmonitor März 2025. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 

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