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LUMINATE - 3D Biodrucken für weniger Tierversuche

Goethe-Universität Frankfurt

Louise Breideband, Levin Hafa, Francesco Pampaloni, Zeeshan Mahmood
#wettbewerb #2024
Goethe-Universität Frankfurt

Wussten Sie, dass es im Durchschnitt 15 Jahre dauert und bis zu 2,6 Milliarden US$ kostet, bis ein neues Medikament auf den Markt kommt? Das liegt daran, dass 90 % der getesteten Präparate
aufgrund ineffizienter Testmodelle (meist Mäuse, Ratten, Affen, Hunde) scheitern... Wussten Sie auch, dass in der EU im Jahr 2020 immer noch mehr als 9 Millionen Tiere für die Forschung verwendet wurden? Diese beiden Fakten stehen im Widerspruch zueinander, und deshalb ändern die EU und die USA ihre Politik, um Alternativen zu Tierversuchen zu ermöglichen. Eine mögliche Alternative ist die Verwendung von In-vitro-Tests in Form von Kulturen menschlicher Zellen. Bei den derzeit anerkannten Tests werden einfache In-vitro-Modelle verwendet, die die komplexe, menschliche Physiologie nicht korrekt wiedergeben (Fehlen entscheidender Formen und Umgebungsmerkmale, zu starke Vereinfachung des Organs). Es besteht daher ein dringender Bedarf an Testmodellen, die den menschlichen Körper in komplexer Weise zuverlässig nachbilden. Aus diesem Grund hat Modulux3D "LUMINATE" entwickelt: einen 3D-Biodrucker, der eine Kombination von Lichtstrahlen verwendet, um Gewebe und Organe präzise zu erzeugen. LUMINATE bietet dank seiner einzigartigen, patentierten Technologie mit zwei kollidierenden Laserstrahlen eine einfachere Möglichkeit, komplexere Modelle zuverlässig zu erstellen. Sie funktionieren wie ein Stiftund Papiersystem: Ein Strahl „schreibt“ Formen in eine lichtempfindliche Matrix, die Zellen enthält, der andere liefert die Unterlage, auf die „geschrieben“ wird (und enthält somit die Tinte in 3D). Kein anderer 3D-Biodrucker ist so flexibel und kann einen Druck in drei Dimensionen lokal anpassen, um dynamischere und realistischere Modelle für präklinische Versuche in der Pharmaindustrie zu erstellen. Das Ziel dieses Geräts ist es, den Bedarf an Tiermodellen zu verringern, insbesondere in den Bereichen der 3D-Krankheitsmodellierung und der Präzisionsmedizin.

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